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Hintergrundinformationen zu Pressemitteilungen

Hintergrundinformationen zur PM vom 29. März 2016

Kinder helfen Eltern.

denken.de motiviert 3,5 Mio. Kinder und Enkelkinder
für die Unterstützung in ihren Familien mit Demenzkompetenz.

Bremen, 29. März 2016. Mit denken.de startet in diesem Frühjahr eine neues Angebot für Kinder und Enkelkinder von an einer Demenz erkrankten Eltern oder Großeltern…

Inhalt

In vielen der 1,6 Mio. Demenzhaushalten schlummert Potential

Es sind viele Ansatzpunkte zur Verbesserung der Lebenssituation für Familien mit an Demenz erkrankten Menschen vorhanden. Für den Betroffenen. Aber auch für den sorgenden und pflegenden Partner in seiner Funktion als Erstpfleger.

Die Bandbreite der Angebote wird aber nur in geringem Umfang genutzt. Der aktuelle AOK Pflegereport 2016 macht die Diskrepanz von Angebot und Nachfrage drastisch deutlich.

Weniger als 1/5 der Pflegeleistungsberechtigten nutzen z.B. entlastende Angebote der Tages-, Kurzzeit- oder Verhinderungspflege sowie die vielfältigen Betreuungsangebote.

Die Bekanntheit der Angebote liegt bei 70 bis 80 %. Das ist nicht das Problem.

Vielschichtige Unsicherheiten ängstigen Betroffene und ihre Partner.
Eine permanente Überforderungen hemmen Entscheidungen und Initiativen zur Selbsthilfe.

Es fehlen helfende Menschen, die kontinuierlich unterstützen, organisieren und coachen können. Nahe Menschen, deren Rat man vertrauen kann.

Geschätzte 2.000.000 Kinder und 1,5 Mio. Enkelkinder haben Eltern oder Großeltern, die an Demenz erkrankt sind. Diese heute 40 bis 60 jährigen Kinder haben größtenteils eine hohe Internetaffinität. Die Enkelkinder sind die erste Generation der Digital Natives.

Sie bilden das sehr großes Potential von ca. 3,5 Millionen möglichen Helfern, um das Leben mit einer Demenz in der Familie erträglicher werden zu lassen.

Was hindert viele Kinder daran, sich einzubringen?

Die eigene Hebelkraft nicht kennen.

Viele Kinder und Enkelkinder wissen zu wenig über ihre enorme Hebelkraft, die sie gerade auch aus der Entfernung zum Wohle der Familie einsetzen könnten. Viele scheuen sich davor, sich mit der Thematik intensiver zu beschäftigen. Die Gründe hierfür sind oftmals verständlich:

  • Die Erkrankung wird zu Beginn nicht als große Belastung wahrgenommen
  • Die Krankheit ist langwierig
  • Die Demenzthematik ist komplex
  • Die Pflegethematik ist noch komplexer
  • Man steht im anstrengenden Studium oder am Anfang der beruflichen Karriere
  • Der tägliche Job ist aufreibend, die Konkurrenz hart
  • Die eigene Familie fordert
  • Die räumliche Distanz macht hilflos

Eine Verdichtung der Problematik macht den Engpass im Kern deutlich:

  • Nicht wissen, was man wissen muss
  • Nicht wissen, wie man helfen kann
  • Nicht wissen, wie viel Zeit nötig ist

Für Kinder und Enkelkinder ist NÜTZLICHES Wissen, 
EFFIZIENT vermittelt, der Schlüssel für ihr Engagement!

Die heutigen medialen und lokalen Informationsangebote sind in der Regel für Kinder und Enkelkinder nur suboptimal geeignet, wenn sie sich als Organisator, Coach und Unterstützer mit einem begrenzten Zeitbudget einbringen wollen und können.

In Büchern wird entweder von A wie Alzheimer bis Z wie Zugangsrituale das komplette Spektrum „abgearbeitet“. Oder sie sind so spezifisch, dass sie sich ohnehin eher an den Erstpfleger vor Ort richten. Gleiches gilt für Präsenzseminare vor Ort.

Auch die meisten Internetangebote für Angehörige sind primär für Betroffene und ihre Partner als Erstpfleger gedacht.

Was im deutschsprachigen Markt bisher fehlte, war ein Angebot, das die zumeist berufstätigen Kinder und Enkelkinder sehr zeiteffizient und zielgerichtet in der Demenzthematik von A nach B brachte.

Ein Angebot, das es ihnen ermöglicht, in der jeweiligen Entwicklungsphase der Krankheit mit begrenztem Zeitaufwand durch passende und gezielte Handlungsempfehlungen eine möglichst hohe Wirkung in ihren Familien zu erzielen.

Wie kann die Transformation von A nach B gelöst werden?

Mit einem strukturierten E-Learning Programm bedarfsgerecht kompaktes Demenzwissen vermitteln.

Als Lösungsangebot zur effizienten Wissensvermittlung bietet sich für die Internet-begeisterten Kinder und Enkelkinder ein E-Learning Programm an.

Im Selbstlerner-Modus können individuell, ortsunabhängig und zeitlich komplett selbstbestimmt relevante Themen aufgenommen und verarbeitet werden.

Überall und zu jeder Zeit sind gelernte Informationen per Smartphone, Tablet oder Laptop und PC verfügbar und können nachhaltig als Wissensressource für den Transfer in die Familie genutzt werden.

Entscheidend für eine solche Problemlösung wird die Orientierung am aktuellen Bedarf in der Familie sein. In der sehr frühen Phase einer noch zu diagnostizierenden Demenz sind Informationen über finanzielle Ressourcen der Pflegestufe 3 irrelevant.

Um das begrenzte Zeitbudget der Kinder und Enkelkinder optimal zu nutzen, muss eine Fokussierung auf Unterstützungsmöglichkeiten für das jeweilige Heute und nahe Morgen möglich sein.

Das Konzept eines E-Learning-Seminars muss darauf ausgerichtet sein, dass der Nutzer befähigt wird:

  • Als demenzkompetenter Ansprechpartner zur Verfügung zu stehen
  • Organisatorische Aufgaben teilweise oder gänzlich zu übernehmen
  • Beim Aufbau eines guten Hilfenetzwerks zu unterstützen
  • Prozesse in der Familie zu initiieren und für Aktivitäten zu motivieren
  • Die Eltern im Umgang mit der Erkrankung einfühlsam zu „coachen“
  • Entlastungsangebote und Entlastungsmomente zu organisieren
  • Die interne und externe Kommunikation positiv zu beeinflussen
  • Das soziale Leben der Familie zu stimulieren

Wichtig ist, dass kein Perfektionismus gefordert wird.

Was geht, das geht. Und das ist prima!

Welches Angebot kann die Kinder zum Engagement befähigen?

Anforderungsumsetzung als 5 stufiges E-Learning Seminar

Als Ergebnis der konzeptionellen Anforderungen steht das SORGE-Seminar für Kinder und Enkelkinder mit einer zeitlich modularen Struktur zur Verfügung.

Die 5 Kurse reflektieren mit ihren jeweils 5 bis 7 Modulen die relevanten Themen, mit denen sich die betroffenen Familien aktuell auseinandersetzen müssen:

Kurs 1: SENSIBILISIEREN
„Da stimmt was nicht“. Zweifel, Unsicherheit, Angst. Noch Altersvergesslichkeit oder schon die frühe Phase einer beginnenden Demenz? Sie werden für das Thema Demenz sensibilisiert. Die unerwarteten Herausforderungen werden bewusst. Wie mit Ärzten und Demenztest umgehen? Wie die Diagnose verarbeiten? Welche rechtlichen und finanziellen Aspekte sind zu beachten?

Kurs 2: ORGANISIEREN
Die Diagnose steht. Wie kann ich unterstützen? Welche Veränderungen wird es für die Eltern geben? Welche Therapieformen sind sinnvoll? Medizin? Ganzheitlich? Eigene Demenzangst bewältigen. Welche Dinge müssen organisiert werden? Wer kann helfen? Mit ersten Symptomen umgehen.

Kurs 3: REGENERIEREN
Die Krankheit zehrt physisch und psychisch. Die Belastungen werden vom Erstpfleger oft unterschätzt. Die schwierigste und zugleich wichtigste Phase für Ihre Vorsorge. Ihre Mutter/Vater braucht Entlastungsangebote, muss Kraft tanken – sich regenerieren. Es ist wieder viel zu organisieren.

Kurs 4 : GEHEN LASSEN
Die Pflegestufe 2 oder 3 ist erreicht. Pflegeaufgaben werden noch komplexer und anstrengender. Sichern Sie finanzielle Ressourcen ab. Ist die Vollzeitpflege im Heim notwendig? Ist ein Abschied zu Hause möglich? Bereiten Sie den Abschied vor. Das bewusste Gehenlassen hilft.

Kurs 5: ENTDECKEN
Die Beerdigung ist organisiert. Die erste Trauerphase ist vollbracht. Die Witwenrente ist beantragt und behördliche Anmeldungen und Änderungen sind von Ihnen eingeleitet. Die wesentlichen Dinge sind geregelt – es geht weiter. Lassen Sie die physische und psychische Gesundheit des Erstpflegers überprüfen. Helfen Sie ihrer Mutter, ihrem Vater beim Entdecken des Lebens von einer unbekannten Seite. Aktivieren Sie soziale Beziehungen.

Informationen und Handlungsempfehlungen befähigen die Kinder und Enkelkinder für ihre Rolle als Organisator, Coach und Unterstützer.

Kettenreaktionen initiieren

Kinder und Enkelkinder wurden bisher fast ausschließlich als Angehörige in ihre Rolle als Erstpfleger angesprochen. Sie ersetzen den bereits verstorbenen oder getrennt lebenden Ehepartner.

Und – es sind in erster Linie die eigenen Töchter, die Schwiegertöchter oder Enkeltöchter.

Es ist an der Zeit, das noch nicht aktivierte Potential an weiblichen und männlichen Unterstützern zu motivieren, damit die Demenz auf breiteren Front für die Familien erträglicher gestaltet wird.

In hunderttausenden Familien können positive Kettenreaktionen ausgelöst werden, wenn die Kinder und Enkelkinder ihrer Hebelkraft als Organisator, Coach und Unterstützer entdecken.

Die Kettenreaktion ist die Wirkung, die die Nutzung der SORGE Kurse und das hier vermittelte Wissen an die Kursteilnehmer auf die Familie hat.

Die Kinder und Enkelinder helfen durch organisatorische, emotionale und coaching Leistung insbesondere dem Erstpfleger (Kettenreaktion 1).

Der Erstpfleger wird dadurch entlastet und verbessert umfangreich seine Kompetenz und Lebensqualität. Hiervon profitiert letztendlich besonders stark der an Demenz erkrankte Mensch.
(Kettenreaktion 2).

Über Hendrik Dohmeyer

Mein Name ist Hendrik Dohmeyer. Ich bin Jahrgang 1962 und in der schönen und freien Hansestadt Bremen geboren. Nach einigen Stationen im Ruhrgebiet lebte ich lange Jahre in Hamburg und in der Lüneburger Heide.

Nach meinem Fachabitur für Wirtschafts-informatik studierte ich integrierte Sozial-wissenschaften in Duisburg und mit einem Abendstudium Kommunikations-wissenschaften in Hamburg.

Beruflich war ich in verschiedenen Bereichen der Kommunikationswirtschaft tätig. 
Den Schwerpunkt bildete die Medien- und Internet-Kommunikation.

In den 5 Jahren der Alzheimer-Erkrankung meines Vaters habe ich mich intensiv mit der Demenzthematik beschäftigt. Diese authentischen Erfahrungen und das gesammelte Wissen bilden die inhaltliche und didaktische Basis des SORGE Seminars.

Mit meinem Demenz-Blog denken.de vermittle ich regelmäßig nützliche Informationen und Impulse für Kinder und Enkelkinder 
von an Demenz erkrankten Eltern und Großeltern.

Weiterführende Infos und Pressemitteilung als PDF

Weiterführende Informationen zum SORGE-Seminar finden Sie hier: SORGE Seminar im Überblick

Weiterführende Informationen über Hendrik Dohmeyer finden Sie hier: Über Hendrik Dohmeyer

Bildmaterial

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Initiator und Blogger Hendrik Dohmeyer
Die eigenen Hebelkraft entdecken und stärken
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