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Zwischen Nähe und Distanz. Eine Studie zu hausärztlichen Wahrnehmungsweisen von an Demenz erkrankten Personen.

Autoren: Anja Wollny, Angela Fuchs, Jürgen in der Schmitten, Attila Altiner, Michael Pentzek

Hintergrund: Studien postulieren eine defizitäre Versorgung von Patienten mit Demenz in Hausarztpraxen. Ziel der vorliegenden Studie war, Wahrnehmungs- und Deutungsweisen von Hausärzten bezüglich ihrer Patienten mit Demenz herauszuarbeiten, um damit mögliche Einflussfaktoren auf das hausärztliche Handeln bei Demenz zu identifizieren.

Ergebnisse: Die fallübergreifende Analyse machte deutlich, dass die Themen Sicherheit und Unsicherheit, Nähe und Distanz sowie Passivität und Aktivität das Feld der hausärztlichen Demenzbetreuung charakterisieren. Daneben scheint jedoch vor allem das ‚gute Kennen‘ der Patienten ein rechtzeitiges Erkennen erster Anzeichen der Demenz zu verhindern.

Schlussfolgerung: Die Chance des ‚“guten Kennens“ besteht darin, dass das Vertrauen und die Nähe in der Hausarztpraxis durch bewusstes Hinterfragen dazu genutzt werden können, neue Informationen in einem respektierenden Umfeld der Arztpraxis einzuholen und ohne Scheu in das bestehende Bild der Patienten einzubauen. Ziel sollte es sein, ein hausärztliches‚ „gutes Kennen“ der Patienten zu ermöglichen.

Hier können Sie bei Interesse die Studie herunterladen
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